Dienstag, 27. November 2007

Proposition



Es gab nichts zu erklären, da alles klar war, auf dem Fünfer-Turm. Wittgenstein hatte Recht. Er konnte sich nicht umdrehen und wieder runtersteigen. Technisch wäre es machbar gewesen und praktisch möglich, mit Hilfe von Sprachspielen. Er konnte die falsche Badehose angezogen haben. Es war albern.

Den Unsinn, den jeder erkennen konnte, der durch Sätze, auf ihnen, über sie hinaus gestiegen wäre.

Das Sprechen bewegte die Szene. Er sagte: "Wittgenstein zitierend spreche ich erstarrte Sätze, die als Leitung dienen, für nicht erstarrte, flüssige Sätze."

Die Geräusche verhallten. In der Stadt, dem Gewinkel von Gassen und Plätzen, den alten und neuen Häusern, Zubauten aus verschiedenen Zeiten, umgeben von Vororten, ungeraden Straßen und geraden. Das Ganze zerfiel nicht in Dinge, sondern Tatsachen.

Die Zunge ins Bodenlose, das Sprungbrett zitterte. Auf seinen Lippen erstarrten flüssige Sätze und feste wurden flüssig. Eine Familienähnlichkeit unter Menschen fiel ihm auf, an den Knien der Leute vor dem Abheben.

Der Bademeister bewegte die Luft, führte Kreise aus, ruderte mit den Armen. Sein Beitrag zur Entkrampfung der Situation. Es war seine Pflicht so zu tun, als hätte er Probleme gelöst, wenn er keine Probleme löste.

Nachdem sich genügend andere vorbei gedrängelt hatten, wurde es ihm leichter, als wäre einiges von ihm mit nach vorne gegangen und dort abgefallen. Die Selbstbesänftigungsstragie hatte sich tot gelaufen. Eine dramatische Geste der Selbstaufgabe war angesagt. Der Bademeister hatte Recht mit seinen Armen und der Kreisbewegung.

Der Unsinn war offenkundig geworden. So weit war es gekommen, dass er übergegangen war vom nicht offenkundigen zum offenkundigen Unsinn. Das war der Grund, warum er Lehrer geworden war. Er winkte seinen Schülern am Beckenrand zu.

Was auf einer Leiter erreichbar war, interessierte ihn nicht, und wo er wirklich hin wollte, dort musste er schon sein. Er hatte vor, mit einem Philosophen zu landen. Dies sollte es sein, um was es sich handelte.




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That is how a picture is attached to reality; it reaches right out to it.

It is laid against reality like a measure.

Only the end-points of the graduating lines actually touch the object, that is to be measured.

So a picture, conceived in this way, also includes the pictorial relationship, which makes it into a picture.

These correlations are, as it were, the feelers of the picture's elements, with which the picture touches reality.

Wittgenstein, Tractatus / 2.1511 - 2.1515