Dieser Busfahrer begrüßt die Fahrgäste, die aus der ankommenden S-Bahn heraus gerannt kommen, persönlich mit einem "Guten Abend". Was nicht so oft vorkommt. Feiner Kerl. Er macht keinen Skandal aus seinem Abfahren, sondern wartet, bis auch der Letzte eingestiegen ist, die Hektischen und die Trägen, Mütter mit Kinderwägen, eine Frau mit Gehhilfe, der Mann mit dem Atemgerät, bevor er zügig, aber entspannt los fährt. Es ist nicht nötig, dass sich jemand unter den Bus wirft, um ihn zu stoppen. Das Gelenkfahrzeug knickt seitlich ein, läuft flüssig, rollt an den Bordstein, verbeugt sich vor einem Rollstuhlfahrer. Der Busfahrer nutzt die Zeit vor der roten Ampel, kassiert einen Fahrschein und lässt über die nächste Haltestelle die Wahrheit verkünden. Die Abläufe wirken ganz natürlich. Ein Könner.
Sonntag, 20. September 2009
Jerôme will Busfahrer werden
Von
Johannes Ottmar
am
20.9.09