Ein Wort hat das andere ergeben. Die letzte Währung liegt schwer auf der Zunge und garantiert die Überfahrt ins Totenreich. Sie stehen am Ufer des Acheron, warten darauf, dass sie abgeholt werden, eingesammelt von der einzigen Fähre, die den Strom überquert. Viele haben zu ihrer Zeit einen mittelmäßigen Wandel geführt. Nun wollen sie ihren Beitrag leisten, wenn auch noch so gering, für bare Münze genommen werden, Eintritt bezahlen, milde Spende sein, eine kleine Bestechung. Sie sind schwierig aufzuschnappen, nur mit Mühe zu greifen, kaum, dass man noch auf sie zurückkommen kann, in ihrem Zustand. Es handelt sich um Wörter, wenn der Zugriff erfolgt, die im Begriff stehen, einzutauchen im See der Wörter, wo Wörter büßen müssen, nach allem, was sie angestellt haben, um endlich der wohlverdienten Vergessenheit anheim zu fallen. Viele rettet auch das nicht mehr, sie bleiben in schlechter Erinnerung. Könnte es doch anders sein, mythosfrei. Dabei ist es, als wären sie selbst tot noch am Leben gewesen, sobald sie wieder geboren sind.
Dienstag, 8. September 2009
Obolus
Von
Johannes Ottmar
am
8.9.09