Am Rand der Landstraße nach Rochester, Minnesota,
sinkt die Dämmerung leise auf das Gras.
Und die Augen der beiden indianischen Ponies
überschattet die Sanftmut.
Sie sind freudig zwischen den Weiden hervor gekommen
um meinen Freund und mich zu begrüßen.
Wir klettern über den Stacheldraht auf die Koppel
wo sie den ganzen Tag lang gegrast haben, ganz allein.
Sie zittern vor Anspannung, können ihr Glück kaum verbergen
über unser Kommen.
Sie neigen sich scheu, wie nasse Schwäne. Sie lieben einander.
Keine Einsamkeit gleicht der ihren.
Wieder bei sich, beginnen sie, im Dunkeln
an den frischen Frühlingsgräsern zu knabbern.
Ich möchte das schmächtigere von beiden umarmen,
denn es ist zu mir gekommen
und liebkost meine linke Hand.
Es ist schwarz und weiß,
die Mähne fällt ihm wild über die Stirn
und in der leichten Brise streichle ich sein langes Ohr,
das zart ist wie die Haut am Handgelenk eines Mädchens.
Auf einmal wird mir bewusst,
dass wenn ich aus meinem Körper herausträte,
ich eindränge in das Wesen einer Blüte.
A.d. Amerik. übers. v. C.M.
*
Reading and Analysis of A Blessing
Mittwoch, 12. Mai 2010
James Wright: Gesegnet
Von
Christine Marendon
am
12.5.10
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen