
Samstag, 27. Februar 2010
Sonntag, 14. Februar 2010
Synopsis
Mit einer Geste, die ins Leere fährt, zeigt mein Freund an, was immer war und immer sein wird, eine Zeit, in der sich die Schönheiten des Zuspäten und die Reize des Verfrühten vereinen.
Er zeigt Mitleid mit den Mitleidigen, Angst vor den Ängstlichen, das Bedürfnis zu schonen. Schonung ist gut bei ihm aufgehoben.
Dass es kaum etwas zu sagen gibt, stört eher, als dass es entlastet. Sein Schweigen wirkt trotzig, obwohl es nicht so gemeint ist.
Scham und Selbstzensur münden in Exhibitionismus und Voyeurismus, und umgekehrt. Die Grenzen verlaufen in einem Delta. Mein Freund denkt, er liegt richtig.
In der eisernen Grenze seines Körpers wünscht er sich Bekannte herbei, die neben ihm sitzen. Manchmal ist er lieber allein.
Verzicht auf Kommunikation wird nicht belohnt. Er kann sowohl von Glück als auch von Unglück sagen. Es gibt Schlimmeres als Sterben.
Gesunde scheinen krank zu sein, Kranke gesund. Die Lebenden sind ein Schatten ihrer selbst. Sie können die Kontrolle über ihr Leben nicht verlieren, sie haben sie nie ausgeübt.
Was das Wichtigste ist: das Wichtigste existiert vorläufig nicht. Allerhand findet statt. Die unendlichen Welten zwischen den Stühlen sind mit Action-Figuren bestückt.
Von
Johannes Ottmar
am
14.2.10